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Vorhaben für die gewerbliche Wirtschaft zur nachträglichen Wiedernutzbarmachung in ehemaligen Bergbauregionen

Laufzeit des Vorhabens

In der Strukturfondsperiode 2007 bis 2013 (ab 2011, mit Abfinanzierung bis 2015)

Hintergrund

Die drei großen sächsischen Steinkohlenreviere Lugau-Oelsnitz, Zwickau und Freital waren beginnend mit der Industriealisierung in der Mitte des 19. Jahrhunderts bis in die 1970er-Jahre durch intensive Bergbauphasen geprägt. Die heute noch bestehenden Bergbauhinterlassenschaften haben keine Rechtsnachfolger. Ehemalige Bergbauanlagen sind insbesondere dort Investitionshindernisse für die gewerbliche Wirtschaft. Zum Teil großflächige übertägige Betriebsanlagen, insbesondere unsanierte Halden, behindern die Ausweisung von Gewerbestandorten. Untertägige Hohlräume behindern die Nutzung von Gewerbestandorten, da teilweise kein sicherer Baugrund besteht.

Ziele des Vorhabens

Die Europäische Kommission hatte die Aufnahme des Vorhabens in die Strukturfondsförderung 2007 bis 2013  im April 2011 bestätigt. Die Europäische Kommission und der Freistaat Sachsen finanzierten das Vorhaben gemeinsam. Das Sächsische Oberbergamt förderte als staatlicher Projektträger Maßnahmen der nachträglichen Wiedernutzbarmachung in den drei ehemaligen Steinkohlenrevieren Freital, Lugau-Oelsnitz/E. und Zwickau. Die Maßnahmen waren auf die ordnungsgemäße Gestaltung der früher vom Bergbau in Anspruch genommenen Oberfläche und die präventive Sicherung von unterirdischen Hohlräumen in baulich genutzten Regionen gerichtet. Der Landesentwicklungsplan des Freistaates Sachsen weist die betroffenen Gebiete als Bereiche mit besonderen Entwicklungsaufgaben aus. Die geförderten Maßnahmen dienen der Stärkung des sozialen und wirtschaftlichen Umfeldes sowie der wirtschaftlichen Entwicklung bereits vorhandener Unternehmen, die sich auf den früheren Bergbaustandorten angesiedelt haben oder diese Flächen nutzen wollen.

Das Sächsische Oberbergamt bearbeitete die Projekte nach Prioritäten, die sich maßgeblich aus dem Folgenutzen für die gewerbliche Wirtschaft ergeben. Die umfassende Bewertung der Projekte nahm es über eigens beauftragte Standortsanierungskonzepte vor.
Das Sächsische Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr hatte zur Genehmigung der Projekte einen Sanierungsbeirat eingerichtet.

Projektübersicht (Stand: Dezember 2015/Abschluss der Förderperiode)

Projekt Zeitraum
Gewerbegebiet »Albert-Funk-Schacht« Oelsnitz/E. 2012 bis 2015
Wiedernutzbarmachung ehemaliger Kohlebahnhof Oelsnitz/E. (10 Projekte) 2013 bis 2015
Verwahrung Vertrauen-Schacht sowie Rückbau von Gebäuden und Anlagen in Lugau (Planung) 2013
Verwahrung »Merkurschacht« sowie Rückbau von Gebäuden und Anlagen in Gersdorf  2013 bis 2015
Erkundung und Verwahrung von Schächten und Grubenbauen am Standort Bombastus-Werke in Freital 2012 bis 2013
Rückbaumaßnahmen Bereich »Hilfe Gottes Schacht« in Zwickau (Planung) 2013
Verwahrung Karl-Marx-Schacht I einschließlich Beharrlichkeitsschacht in Zwickau 2011 bis 2013
Standortsanierungskonzept Lugau-Oelsnitz/E 2012
Standortsanierungskonzept Zwickau 2012
Standortsanierungskonzept Freital 2012
Sanierung Paul-Berndt-Halde in Freital 2012 bis 2014
Sanierung Kettenberghalde in Freital 2012 bis 2013

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