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Altbergbau

Gefahrenabwehr

Das Gebiet des Freistaates Sachsen verdankt wesentliche Entwicklungen auch mehreren Bergbauperioden. Insbesondere die Gewinnung von Silber brachte dem Land zwischen Ende des 12. bis Mitte des 16. Jahrhunderts Wohlstand. Jede Bergbauperiode ging mit intensiver Rohstoffsuche und -gewinnung einher. Zuerst nahe der Erdoberfläche, mit den sich entwickelnden technischen Möglichkeiten im tiefer, richtete sich die Gewinnung auf eine Reihe von Erzen. Heute prägen die Bergbauhinterlassenschaften in vielen Gebieten des Freistaates Sachsen nicht nur die Landschaft. Dauerhaft bleibt das Bergbauerbe auch in Erinnerung, wenn alte Grubenbaue einbrechen oder Grubenwasser durch diffusen Austritt an der Oberfläche zu Beeinträchtigungen führt.

Treten solche Erscheinungen aus dem Altbergbau auf, erfasst das Sächsische Oberbergamt diese als Schadensereignisse. Im notwendigen Umfang ergreift es als Sonderpolizeibehörde Maßnahmen zur akuten Gefahrenabwehr, um Leben, Gesundheit und Sachgüter zu schützen. Dazu setzt der Freistaat Sachsen auch Mittel aus dem Landeshaushalt ein, um die notwendige Gefahrenabwehr zu finanzieren.

Im Rahmen der polizeirechtlichen Zuständigkeit setzt die Bergbehörde die Sächsische Hohlraumverordnung um. Die Verordnung regelt neben Zuständigkeiten, Fragen zur Inanspruchnahme von Verantwortlichen, Meldepflichten für Gefahren, Anzeigepflicht für Nutzungen und bergtechnische Arbeiten und gibt Hinweise für Bauherren.

Die Erkundungs- und Sicherungsarbeiten zu unterirdischen Hohlräumen übergibt das Sächsische Oberbergamt in der Regel Bergbauspezialunternehmen. Diese haben die notwendigen Kenntnisse, Erfahrungen und Technik für die untertägigen Arbeiten.

Besucherbergwerke

Im sächsischen Altbergbau sind heute mehr als 60 Besucherbergwerke und begehbare unterirdische Hohlräumen eingerichtet, die für die Öffentlichkeit zugänglich sind. Dort pflegen vor allem Vereine die bergmännischen und bergbaulichen Traditionen.

Das bundesweit einzigartige Lehr- und Forschungsbergwerk "Reiche Zeche" der TU Bergakademie Freiberg bietet neben einem umfangreichen Angebot für universitäre Zwecke auch einen Besucherbetrieb, der 800 Jahre Erzbergbau zeigt.

Teufe für Zugang zum Blei- und Silberzecher Stolln

Prävention von Risiken des Altbergbaus

Die Prävention von Risiken des Altbergbaus dient der Beseitigung risikobehafteter und entwicklungshemmender Hinterlassenschaften aus dem Altbergbau ohne Rechtsnachfolger.

EFRE-Maßnahme Sanierung Paul-Berndt-Halde in Freital

Nachträgliche Wiedernutzbarmachung

Das Sächsische Oberbergamt fördert als staatlicher Projektträger Maßnahmen der nachträglichen Wiedernutzbarmachung in den ehemaligen Bergbauregionen.

EFRE-Maßnahme Sicherung Aaron Stolln

Bergbauliche Entwässerungseinrichtungen

Der dauerhafte Erhalt der Entwässerungseinrichtungen ist eine wesentliche Voraussetzung für stabile hydraulische und geotechnische Verhältnisse in den eingestellten Gruben und an der Tagesoberfläche.

8. Internationale Bergbaukonferenz 2012 in Zwickau

Projekt VODAMIN

Konkrete grenzüberschreitende Arbeitsschritte sollen zur Bewältigung der wachsenden Herausforderungen in den ehemaligen Bergbaugebieten beitragen.

Haspelkammer im mittelalterlichen Bergbau Dippoldiswalde

Projekt ArcheoMontan

Die Projektpartner erkunden, erfassen und erforschen Altbergbaurelikte ausgewählter Untersuchungsregionen im gesamten Erzgebirgsraum.

Sächsische Hohlraumkarte

Die digitale Hohlraumkarte ist ein Werkzeug zur Visualisierung von Geodaten. Die Grundfunktionalitäten erlauben ein Bewegen innerhalb einer Karte.